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sehr gut im geschmack,past gut zum grillen und zu soßen ,lecker lecker
Dennis
Peri Peri C. baccatum seed
es kam kein einziger steckling aus den samen
Stefan
CaJohns Sauce 10 Jolokia BBQ Sauce
Wow!!! Die mit Abstand beste BBQ-Sauce, die ich je gegessen habe! Trotz der hervorragend...
Christian
Pepper King Jerk BBQ Sauce medium
Die Sauce wurde nach dem ersten Probieren irgendwie direkt zu einem meiner Favoriten. Sehr guter...
Timo
Frische rote Cayenne Chili 500 g
Top Qualität! Super frische Ware! schnelle Lieferung!
Annette
Hatch Reisebericht
Das Hatch Chili Festival 2010
Ein Besuch in der selbsternannten Chili-Hauptstadt der Welt
19.Aug.-14. Sept. - ein Chilihead verreist, hat 30-jährigen Hochzeitstag und nimmt das zum Anlass, Hatch in die Reiseplanung einzubauen. Schließlich soll es ja auch eine in jeder Beziehung :-) scharfe Reise sein.
Ich lade Euch ein, dabei zu sein.


Die Reise:
Das Hatch-Chile-Festival findet immer am Labor Day Wochenende statt; in diesem Jahr am 04. und 05. September 2010. Also mittig in unserem Urlaub. Die Reise begann in Atlanta. Dann ging es durch viele Bundesstaaten nach San Francisco. Unterwegs zwischen Oklahoma City über Albuquerque bis nach Flagstaff jede Menge Route 66. Hier bekommt der Begriff vom „highway to heaven“ eine ganz andere Bedeutung! Auf der Tour zum Anwärmen vor dem Chili-Festival noch ein Zwischenstopp in Avery Island (südlich von Lafayette) – der Produktionsstätte der Tabasco-Sauce (später ein Bericht dazu). Unseren Hochzeitstag verbrachten wir in San Antonio. Von da weiter zur Route 66 und von Albuquerque südwärts nach Hatch (in der Nähe von Las Cruces). Dann nach Flagstaff, Las Vegas und weiter durch die Mojave Wüste an die Westküste mit Ziel San Francisco. Ein Abstecher von San Francisco nach Napa-Valley durfte für einen Weinliebhaber natürlich nicht fehlen. So eine Weinprobe mit Frühstück hat schon was! Nun aber genug von der Reise und zurück nach Hatch / New Mexico.

Hatch liegt 40 Meilen von Mexiko entfernt. Dementsprechend ist zu spüren und zu erleben, dass man sich im spanisch sprechenden Teil der USA befindet. Es fühlt sich irgendwie gar nicht amerikanisch an.
Hatch liegt im fruchtbaren Tal des Rio Grande, der durch die unzähligen Western-Filme sicher ein Begriff ist. Durch den reichlichen Sonnenschein und das ausgeklügelte Bewässerungssystem aus dem Rio Grande River, kombiniert mit dem Pekan-Nussanbau und Baumwolle, erreichen die "Chili-Barone" üppige Ernten.

Die Kombination von viel Sonne und reichlicher Bewässerung sowie die lehmhaltigen und Wasser speichernden Böden sorgt bei Temperaturen um die 110°F (40°C) für einen unvergleichlichen Geschmack und eine enorme Größe der Chili.
In der Regel wird der Chili in 20kg Leinensäcken verkauft und hat die Größe von italienischen Peperone oder dünnwandigem Spitzpaprika aus Ungarn.
In Hatch geht es nicht so wissenschaftlich her wie in Europa. Man spricht nicht über C.pubescens oder C.annuum oder C.baccatum, nein der Chili heißt dort einfach nur Hatch Chili und es gibt auch nicht wirklich viele Sorten. Hatch Chili ist eher ein übergeordneter Begriff für Chili in dieser Gegend. Für mich persönlich enttäuschend, da ich selber verschiedene Sorten wegen der enormen geschmacklichen Vielfalt selbst anbaue. Es gibt da so tolle Namen wie "Big Jim" oder "Joe Parker" und "Sandia". Das sind sicher die Namen der Besitzer der Chili-Felder oder historische Begriffe (in Albuquerque gibt es einen Sandia Peak, immerhin ca. 3000 m hoch und ein Ski-Gebiet).
Für mich neu war, dass der Chili zu Beginn der Saison (immer) grün geerntet wird und tatsächlich sehr oft in vielen lokalen Gerichten wie Enchiladas, Rellenos oder Eintöpfen verwendet wird. Die später geernteten Chilis lässt man abreifen und trocknet sie wie in Italien. Diese getrockneten Chili werden in Saucen verwendet oder als Vorrat für den Winter gelagert. Winter bedeutet in Hatch übrigens, dass die Temperaturen tatsächlich mal an die 10 °C herankommen.
Schade war, dass ich kaum frische ausgereifte scharfe oder süße Chili bekommen konnte. Rote Chili sind (fast) immer in der Sonne getrocknete dehydrierte Chili.
By the way, wisst Ihr wie das Hatch Chili-Festival entstanden ist ? In den USA gibt es einen Food-Channel im TV, auch mein Favorit Abends im Motel. 2003 wurde der Event dort vorgestellt und dieser Umstand verhalf dem Festival zu einem signifikantem Sprung in der Bekanntheit und Wachstum!
Das Festival:
Nun zum Festival selbst: Es ist ein riesiger Kommerz-Gaudi mit Volksbelustigung und weniger ein Chili-Festival wie wir es beispielsweise aus Diamante in Calabrien kennen. Allerdings muss man auch sagen, dass es den Besuchern offensichtlich Spaß gemacht hat. Das Fest findet in einem ausgedienten Flugzeughangar auf dem alten Flughafen zwei Meilen vor Hatch statt.
Wir hatten die Gelegenheit, einen Tag vor Beginn des Festivals die Kleinstadt Hatch zu besuchen. So konnten wir im Alleingang die Felder besichtigen und uns die Stadt anschauen. Da gibt es eigentlich nicht übermäßig viel zu sehen – eine Kleinstadt in New Mexico! Am ersten Chilistand haben wir Stopp gemacht und das war gut so! Endlich gab es mal 3 Sorten Chilis und es waren sogar frische rote Schoten im Gegensatz zu den typischen grünen dabei. Da den netten Chiliverkäufer meine Begeisterung beeindruckte, spendierte er mir eine rote Jalapeno mit Salz! Ich mutig wie immer, da ich mit Recht sagen kann, dass ich gut im Training stehe, verspeiste die Schote ohne mit der Wimper zu zucken. Der junge Mann war platt, er sagt: „She eats this like Candy, I'have never seen that before!“ Ich gebe zu, ich war tapfer, denn das war wirklich scharf! Ich vermute fast Schärfegrad neun – beinahe wie Habanero oder Bhut Jolokia. So eine kleine gemeine rote Jalapeno! Aber wir hatten Spaß! An diesem Stand haben wir auch die erste gasbetriebene, für Hatch typische, Chilirösterei gesehen! In ungefähr zwei Minuten werden mit einem Turbogasbrenner und rotierendenTrommeln aus Draht etwa 20 Kilo grüner Chili (ein Sack) geröstet.

Der Geruch ist fantastisch und zieht durch die ganze Stadt. Es gibt schließlich sehr viele dieser Röstereien. Nach den zwei Minuten wird die Trommel in einen Plastiksack entleert. Dort beginnen die Chili zu schwitzen und die Haut kann auf einfachste Weise entfernt werden. Das ist dann wohl die Aufgabe von Big Mama zu Hause. Dann kleinschneiden und mit Salz und Öl in Plastiktüten - simply delicious!
Das Festival ist eine 2-Tages-Veranstaltung und beginnt mit einem umfangreichem Programm: eine Parade , ein paar Pferde, ein paar Waagen, eine Band, örtliche Feuerwehr,... ok. Der Weg zum Festgelände ist total zugestaut. Vom I-25 braucht man etwa eine Stunde (wie erwähnt: für zwei Meilen).

Die Einweiser am Parkplatz waren wohl nicht so organisiert und dadurch entstand dieser Stau. Parken kostet 10$ - ziemlich unverschämt in dieser eigentlich gottverlassenen Gegend – dafür musste kein Eintritt gezahlt werden. So gleicht sich das am Ende doch noch aus. Ein Tipp: Bitte Sonnencreme und Kopfbedeckung mit bringen, man hat das Gefühl man ist mitten in der Wüste und es ist sehr staubig! Kein Wunder ohne Regen und bei 40°C zu dieser Jahreszeit.
Was gab es nun zu sehen? Im Inneren des Hangars jede Menge typische Unterhaltung mit Tanzgruppen, einer Countryband, ein paar Fiedler und Stände mit Büchern, Bildern und typischen Andenken.

Draußen gab es einige der bekannten Chiliröstereien, viele Buden mit Pommes (Fries), Snow Cones, Maiskolben, Limonade und auch hier Unmengen Kitsch.

Für die Kinder noch einige Fahrgeschäfte – das war's. Oh nein: eines noch: Es gab einen Stand mit gegrillten Putenschenkeln (ganze). Die kosteten acht Dollar und waren riesig. Die haben mich spontan an die Kurzgeschichte „Lammkeule“ von Roald Dahl erinnert. Da wird beschrieben, wozu eine Lammkeule auch gut sein kann …

Der Höhepunkt des Tages sollte dann die Krönung der Chili-Queen sein.
Das haben wir aber nicht mehr erlebt. Ebenso haben wir auf Chili-Weitwurf (was für eine Verschwendung) und das übliche Wettessen verzichtet.
Wir wollten nur noch weg aus dem Staub und von den vielen sehr vollschlanken Menschen dort. Nach drei Stunden waren wir fix-und-fertig und wollten zurück ins Motel und im Pool abkühlen und duschen!
Letztlich war das Schönste am Festival der Geruch der Chili – den kann man aber problemlos überall in dieser Gegend haben.
Auf dem Rückweg haben wir noch einen Foto-Stop am Hatch-Chili-Express gemacht, denn daran kommt kein Chilihead vorbei.

Das Dach ist belegt mit roten (nachgereiften?) Chili. Das sieht natürlich gut aus. Außerdem gibt es auch dort jede Menge teure und bestimmt unnütze Mitbringsel zu kaufen.

Wir haben zwei Tüten geröstete Chilis mit genommen, die ich dann in der Kitchenette im Motel primitiv aber erfolgreich verarbeitet habe. Haut ab, Schneiden und mit Salz in die Zip-Lock-Tüte - So hatten wir noch länger etwas von unserem Besuch in der selbsternannten Chili-Hauptstadt der Welt und die Burger haben dank Chili-Verfeinerung besser geschmeckt.
Die Zusammenfassung:
Der interessierte Chilihead bekommt zur Erntezeit alle Informationen. Wer etwas kaufen will findet Alles was das Herz begehrt auch in der „Stadt“. Ein Besuch des Festivals kann optional sein. Es gab übrigens auf dem Fest nur einen Stand mit BBQ-Saucen und die waren nicht zu vergleichen mit dem Angebot im Pepper-King Hot Shop!

The End
Vielen Dank an Manuela für diesen tollen Bericht ;)





