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Der Rocoto-BerichtZum Pepper King Hot Shop
 
 

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Hallo ich bin ein Rocoto Chili aus Südamerika,
man nennt mich auch Chile Jutiapa, Chile Llata, Locoto und Chile Caballo. Aber die meisten in meiner Heimat sagen rojo  picante und rojo muy picante zu uns. Aber in Deutschland muß alles einen Namen haben und Katalogisiert werden. Was sind Namen, warum können wir nicht einfach gemeinsam Spaß haben.

Als ich in Deutschland angekommen war, wurde ich auch gleich nach meinem Namen gefragt und wo ich herkomme. Hab ich aber nichts gesagt, kann ja jeder kommen. Bin doch keine C.chinense mit Arbeitserlaubnis, Impfpass und Sonnenbrille. Die haben schon gemerkt wo es lang geht, mit mir nicht!
Ich werde es euch hier mit Lalitha und Michael erzählen, alles, ja alles.

Ich möchte euch etwas von  meiner Familie und mir erzählen, weil so viele Halbwahrheiten und Unwahrheiten  über uns verbreitet sind. Das ärgert mich und meine Familie, darum möchte ich euch die Wahrheit über unsere Familie erzählen.
Wir gehören zur Familie der Nachtschattengewächse, der Gattung Capsicum und der Art C. pubescens.

Erst vor kurzem wurden wieder falsche Berichte in einem neuen deutschen Buch verbreitet. Da steht doch tatsächlich geschrieben das wir C. pubescens bis - 5° vertragen können. Es ist jetzt schon das zweite deutsche Chilibuch, wo wir falsch beschrieben wurden!
Warum besucht uns eigentlich keiner? Da könntet ihr sehen unter welchen Bedingungen wir uns am wohlsten fühlen. Michael hat mir jedenfalls versprochen das er zusammen mit Lalitha meine Familie in Peru oder Mexiko besucht. Nur wann, hat er nicht gesagt, die beiden haben ja nie Zeit.

Ganz falsch wird leider immer wieder geschrieben, dass wir nur einjährig sind. Da müsstet ihr mal meine Ur, Ur, Ur usw. Oma fragen, die ist schon 15 Jahre alt und sieht immer noch scharf aus. Ja sie ist ein bisschen holzig geworden, richtige Zweige aus Holz hat sie bekommen. Aber sie ist eine scharfe Oma.
Sie ist halt in den letzten Jahren ein richtiger Strauch geworden.
Richtig ist, wenn wir gut gepflegt werden, können wir sehr alt werden. Aber die meisten Mitglieder meiner Familie werden nicht richtig gepflegt. Ich glaube, Ihr meint es einfach zu gut mit uns.
Michael liebt unsere Blüten. Sie sind die schönsten Blüten von allen Chilis sagt er, er hat soo recht.
Er schwärmt so von uns, weil wir die fleißigsten sind.

Wenn wir im Januar zu neuem Leben aus dem Samenkorn erwacht sind, streben wir geradewegs zum Licht. Von Januar - Anfang Juni lieben wir jeden Sonnenstrahl in Deutschland, denn da brennt die Sonne nicht so heiß. Aber diese starke direkte Sonne, ab ca. Mitte Juni bis ca. Anfang September, die mögen wir überhaupt nicht.  Ohaa, wenn ich nur daran denke, stellen sich alle meine Haare hoch.
Ja ich weiß, einige meiner Verwandten lieben die Sonne, wir C. pubescens nicht so direkt und nicht immer.
Hat der am Air Port auch gefragt, Sonnencreme mit dabei? Ich gehe nicht in die pralle Sonne hab ich gesagt! Da war Ruhe, ob er es mir geglaubt hat, wahrscheinlich nicht.
Die denken, wir Chilis sind alle Sonnenanbeter, nein nicht alle!

Viele denken, ist doch Chili, die müssen  in die Sonne. Also, wer das mit mir macht, dem schmeiße ich alle meine Blüten vor die Füße und meine kleinen Früchte schmeiß ich noch mit dazu. Mit mir nicht!  
Hitze, voll die volle Sonne, nein danke!  Habe ich am Airport doch schon einmal gesagt.
Das können sie mit meiner buckligen Verwandtschaft machen den C. baccatum, die lieben die Sonne über alles. Richtige Sonnenanbeter sind das. Wenn die gefragt werden, Sonnenschutz dabei? Für was man, brauchen wir nicht. man, wir lieben die volle Sonne. Sonnenbrille, nein Danke man!
Ich stehe lieber in dieser heißen Zeit im Halbschatten. Wenn da kein Platz ist, begnüge ich mich auch mit der Schattenseite. Aber bitte, stellt mich nicht in die pralle Sonne, dann schmeiße ich euch alle meine Blüten vor die Füße und meine kleinen Früchte schmeiß ich noch dazu.

Unsere Heimat ist Südamerika, Mittelamerika und die südliche Gebirgsregionen Mexicos.
Wir wachsen in Höhen bis zu 3000 Meter. mmmhh, ich liebe diese feuchte Luft da oben, wenn die Feuchtigkeit aus den Wolken mich durchzieht, die kühlen Nächte.  Das ist ein Wetter! Das lieben wir so sehr. Am liebsten würde ich hier auch jeden Tag ein Bad nehmen, aber das geht nicht, sagt Michael.
Er gießt uns, so oft es geht von oben und unten rum lieben wir es auch feucht. Wenn wir nicht immer schön feucht gehalten werden, wenn der Topf austrocknet, sind meine Wurzeln gespannt oder reißen sogar. Sprechen kann ich ja nicht, also schmeiße ich euch alle meine Blüten vor die Füße und meine kleinen Früchte schmeiß ich noch dazu, damit ihr merkt, dass wir uns nicht wohl fühlen. Feucht ist so schön, aber ständig im Wasser stehen möchte ich auch nicht. Wer das mit mir macht, dem schmeiße ich alle meine Blüten vor die Füße und meine kleinen Früchte schmeiß ich noch dazu
.

Wir vertragen Frost und sogar bis minus 5°, wer hat bloß dieses Gerücht in die Welt gesetzt?
Hilfe, lasst mich nicht in der Kälte draußen. Ich vertrage auf keinen Fall Frost. Wenn die Temperaturen unter 2° sinken, fange ich langsam an zu sterben, gefroren hab ich schon vorher, und um Hilfe gerufen habe ich auch, es hat aber wieder keiner gehört.
Wollt ihr das wir sterben? Ihr habt uns doch fast ein Jahr gepflegt. Ich möchte doch auch so alt werden wie meine Oma in Mexiko. Holt uns doch rein, wenn es zu kalt ist. Bei 3 - 5° möchte ich  lieber rein und schön hell bei ca. 12°- 15° überwintern.
Die Absenkung der Temperaturen benötigen wir aber im Sommer, wenn die Tage schön warm und feucht sind und die Nächte kühl, dann blühen wir in allen violetten Farben von ganz hell bis ganz tief violett
.

Es wird auch behauptet. Wir brauchen einen Partner um uns befruchten zu können, das stimmt auch nicht, wir sind alle selbtfertil. Auch wenn wir nur alleine sind, tragen wir bei richtiger Pflege sehr viele Früchte.
Wer hat die ganzen Gerüchte nur verbreitet, die sich so lange halten und auch in den neuesten Büchern wieder geschrieben stehen.
Es gibt Leute, die wissen es jetzt besser und verbessern trotzdem ihre Rocoto - Berichte  nicht.
Warum nur, wo sind denn die Leute die uns einmal bei 5°- gesehen haben.

Michael hat mir erzählt, dass er immer wieder liest, Rocotos bilden nur eine Blüte pro Knoten.
Das stimmt doch nicht. Bei Lalitha und Michael im Garten stehe ich jedes Jahr mit 30 bis 50 Geschwistern
und wir hatten alle bis 4 Blüten pro Knoten. Ihr könnt mich und meine Kinder im nächsten Jahr an einigen Tagen besuchen und euch davon überzeugen. Denn L + M wollen euch im Mai und September einladen, aber ich soll noch nichts verraten die beiden haben im Moment so viel mit www.pepper-king.com 
zu tun. Es sollen doch noch über 300 neue scharfe Hammerartikel kommen. Die ersten neuen Artikel sind schon eingestellt.

Das schlimmste Gerücht ist aber, dass wir erst ab dem zweiten Jahr gut tragen.
Ja verdammt noch einmal, warum blühen wir denn, wir wollen ja Früchte tragen und uns vermehren.
Nur das eine haben wir im Kopf, uns zu vermehren. Aber wenn ihr uns nicht richtig pflegt. Ich bin doch keine C.annuum die sich alles gefallen lässt. Oder die eingebildeten C. chinense. Nur weil sie so viele Früchte tragen und so scharf sind, darum sind sie so beliebt.
In diesem Jahr hatte eine C.chinense über 600 Früchte bei uns, eine Cili Goronong über 400 Früchte.
Na und, dass stört mich nicht. Weil ich es besser weiß und besser kann.

Wir C. pubescens sind die fleißigsten von allen Chilis, jawohl  und zwar unangefochten. Stimmt nicht, stimmt doch! Wir schaffen vielleicht keine 400 Früchte, aber mit meinen 86 gezählten Rocoto Manzano (an einer Pflanze) bei Lalitha und Michael im Garten, natürlich im Halbschatten. Eine Frucht wiegt ca. 60 Gramm  86 Stück x 60 Gramm = 5160 Gramm also ca. 10 Pfund Chilifrüchte an einer Pflanze und meine Geschwister hatten ähnliche Ergebnisse. Wir sind die fleißigsten und da müssen wir uns auch nicht alles gefallen lassen. Wenn mir was nicht passt, dann schmeiße ich alle meine Blüten weg  und meine kleinen Früchte schmeiß ich noch hinterher. Ende!  Behandelt uns gut, dann tragen wir im erstem Jahr viel und reichlich, wir werden scharf und viel Freude zusammen haben.

Michael sagt immer zu uns, wir sollen zeigen was wir haben, aber das liegt uns nicht. Er hat mich gefragt ob er mir mal ein paar Blätter abpflücken kann, damit  jeder sehen kann wie fleißig wir sind.
Ich war erst nicht dafür! Wurde aber überredet und habe dann doch zugestimmt.
Er hat mir versprochen, mich und einige von uns mit ins Haus zu nehmen, zum überwintern.
Da konnte ich nicht nein sagen.
Auf den Fotos unten könnt Ihr sehr gut erkennen, wie toll ich mit meinen Blättern aussehe und meine Früchte verstecke so gut es geht, geht doch keinen was an, oder? Und auf dem Foto daneben, mir war es schon peinlich, so ganz ohne. Ein paar Blätter, alles weg. Aber da könnt Ihr sehen, dass wir C.pubescens die fleißigsten sind, oder habt Ihr noch Zweifel.

Auf dem letzten Foto könnt Ihr sehen, dass es von uns so schöne und auch sehr scharfe Sorten gibt, aber auch einige milde Sorten und ganz besonders fruchtige Sorten. Die duften so schön aromatisch. Wir eignen uns auch sehr gut zum Füllen aber Ihr könnt uns auch zu einer Salsa verarbeiten, oder im Salat. Wir sind sehr vielseitig.
Bei L + M könnt Ihr Samen kaufen. Ihr wisst jetzt wie wir von euch gepflegt  werden möchten.
Und wenn Ihr uns und unsere Kinder nicht richtig pflegt, dann schmeißen Sie euch auch alle Blüten und alle kleinen Früchte an den Kopf und zwar so lange bis ihr gelernt habt, Richtig mit uns umzugehen.

Zusammenfassung und Pflegetipps, stimmt oder stimmt nicht?

Rocotos lieben Wärme und Sonne,
aber nicht die Starke Sonne im Hochsommer bei uns, stimmt!
Rocotos können bis 5°- vertragen, stimmt nicht!
Rocotos sterben langsam ab ca. 2° C, stimmt!
Rocotos lieben die kühleren Nächte, stimmt!
Rocotos lieben es feucht aber nicht patschnass über Tage
und auch nicht ständig im Wasser stehen, stimmt!
Rocotos hassen es, wenn der Topf austrocknet, stimmt!
Rocotos lieben es wenn ihre Blätter mit warmen Regenwasser übergossen werden, stimmt!
Rocotos können den Topf nicht groß genug haben, stimmt!
Rocotos brauchen eine zweite Pflanze um sich zu befruchten, stimmt nicht!
Rocotos bilden nur eine Blüte pro Knoten, stimmt nicht!
Rocotos bilden bis 4 Blüten pro Knoten, stimmt!
Rocotos tragen im ersten Jahr sehr gut, stimmt!
Rocotos tragen erst ab dem zweitem Jahr gut, stimmt nicht!
Rocotos können wie Spalierobst angebunden werden, stimmt!
Rocotos haben behaarte Zweige und Blätter, stimmt!
Rocotos müssen in die pralle Sonne, stimmt nicht!
Rocotos gehören in den Halbschatten, stimmt!
Rocotos sind einjährig, stimmt nicht!
Rocotos verholzen wenn sie älter werden, stimmt!
Rocotos haben schwarzen Samen, stimmt!
Rocotos schmeißen ihre Blüten oder kleinen Früchte bei falscher Pflege ab, stimmt genau!
 

Rocotos mit Sahnesauce   

Die Großen Rocoto Sorten eignen sich wegen ihrer Form am besten zum füllen, es geht natürlich auch mit anderen Sorten auch mit Paprika. 
Rocotos waschen und am Stielende der Frucht ein ca. 2 - 3cm großes Loch schneiden. Stiel und Samen entfernen.  Rocotos mit Mett füllen und auf dem Backblech mit dem Loch nach oben verteilen. Im vorgeheiztem Backofen bei (180°) solange garen bis die ersten wenig braun werden.
Zwiebeln und Knoblauch glasig in der Pfanne braten. Eine Pasta Sauce  z.B.. Raguletto Tomate mit Zwiebel und Knoblauch in die Pfanne zu den Zwiebeln und Knoblauch gießen, Rocotos in die Pfanne dazu geben.  Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. 5-10 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen, einmal pro Minute vorsichtig umrühren. Sahne dazu geben und mit Oregano bestreuen. Mit Reis aber auch mit Baguette servieren. Wir bevorzugen einen trockenen kräftigen Rotwein dazu, denn durch die scharfen Rocotos schmeckt der Rotwein noch intensiver. Unsere Weinempfehlung: Cabernet Sauvignon Chile Weingut Sunrise.
 

Halbierte Rocotos mit Käse und Schinken

Ein weiteres Rezept haben wir auf einer finnischen Seite entdeckt und sofort nachgekocht.
Hier werden die Rocotos halbiert und entkernt auf dem Backblech verteilt, bei 200° ca. 7 min gebraten. Danach legen wir den Käse in die Früchte und umwickeln die Früchte mit Schinken.
Wir schieben das Blech noch einmal in den Ofen bis der Schinken die nötige Bräune hat.
Es ist eine sehr schöne Vorspeise, aber auch eine Hauptspeise.
Dazu reichen wir Baguette oder Toastbrot und einen kräftigen Rotwein.

 

Samen der beschriebenen und gezeigten Rocotosorten gibt es bei www.pepper-king.com
Weitere Information über Rocotos gibt es bei  www.chili-balkon.de 
 

Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht den kleinen Bericht zu lesen Michael

 

 

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Stand: 19. Oktober 2006