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Teneriffa 2002
Oben links das Foto Chilis auf einem Wochenmarkt, Insel Teneriffa Unten rechts das Foto von den Sorten die wir von Teneriffa mitgebracht hatten. Alle anderen Fotos sind von der Chilipflanze die wir an der Strandpromenade gesehen hatten. Thailand 2003
Peperoncino Festival 7 – 11 September 2005 in Diamante Italien
Als mein Freund und jetzt auch Dolmetscher Kuni mit mir Anfang Juni durch Kalabrien gefahren ist, waren die Paprikas und die Chilis auf den Feldern noch grün, nur einige Privatleute hatten schon reife Paprikas zum Trocknen aufgehangen.
Bei unserem ersten Stop in einem Restaurant wollte ich
auch gleich die Italienschen Sprachkenntnisse von Kuni testen. Da ich Fisch und
Meeresfrüchte liebe, ließ ich durch Kuni eine schöne Portion Fisch bestellen,
über die Zubereitung ließ ich ihm freie Auswahl. Bei der Bestellung hatte sich
alles sehr italienisch angehört. Also alles klar, der Fisch musste gleich
kommen und über Kunis Italienische Sprachkenntnisse gab es keinen Zweifel mehr.
In der Zwischenzeit wurde der Wein aus der Region zur Zufriedenheit getestet.
Meine Erwartungen waren groß, mein Appetit war am größten und die Vorfreude auf
den italienischen Fisch war Riesig.
Unsere Fahrt führte uns an Pompeji vorbei, natürlich war
ein Besuch in Pompeji Pflicht und die haben wir auch gerne wahr genommen.
Pompeji ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der römischen Zivilisation und
bietet einen einmaligen Einblick in die Kunst, die Sitten und das tägliche Leben
der Vergangenheit.
Die Abdrücke sind ein dramatisches Zeugnis der letzten Augenblicke des Lebens in der Stadt. Es handelt sich in diesen Fall von Personen, die man erhält, indem man flüssigen Gips in den Hohlraum gießt, den die Auflösung ihrer Körper im Boden hinterlassen hat. Ihrer Durchführung verdankt man eine Eingebung von Fiorelli, einer der Urheber der Ausgrabung Pompejes. Er bemerkte das die Körper bei ihrer Zersetzung einen "Holraum" im Boden hinterlassen hatten. Das Ergebnis ist eine Realistische Sammlung grausiger Bilder von Personen, die im Augenblick ihres Ende erfasst worden. Auf ihren Gesichtern kann man das Entsetzen heute noch erkennen. Wir waren jedenfalls sehr beeindruckt. Und
im nächstem Jahr möchte ich mit Lalitha und Lorina noch einmal nach
Pompeji fahren um diesen wundervollen Platz zu bestaunen.
Es gibt Geschäfte die nur Chiliprodukte verkaufen und
Restaurants die sich auf die scharfe Küche eingestellt haben. Leider ist das
Chilimuseum in dieser Zeit noch nicht geöffnet. Als Alternative wurden die
Italienischen Strände und das Meer getestet, was ausgezeichnet war.
Da das Hotel einen so wunderschönen Ausblick auf Diamante
und das Meer hat und nur ca. 1km vom Ort Diamante entfernt ist, wurde das Hotel
von uns für das Peperoncino Festival 7 – 11 September 2005 gebucht. Zumal wir
dann mit 4 chiliheads( Männer) anreisen wollten und da braucht man
bekannter weise keinen Luxus. Mit einem guten Gefühl sind wir dann wieder nach
Deutschland geflogen, um unseren Frauen und Freunden zu berichten.
Dieter, Lothar, Kuni und ich fliegen zum
Peperoncino Festival nach Italien, Diamante
An jedem Stand gab es Kostproben. Es werden Salsas,
Saucen, eingelegte Produkte, Wurst, Schokolade, Honig, Marmelade, einfach alles
angeboten. Ich habe bestimmt 20 oder 30 Proben am ersten Abend getestet, aber
etwas Scharfes habe ich darunter nicht entdeckt. Eine der Saucen fiel aus dem
Rahmen. Dazu aber später mehr. Auf den kunstvoll verpackten Gläsern stehen Namen
wie Dynamite und da Bomba aber leider sind diese Salsas nur ölig oder sehr
salzig. Etwas wirklich Scharfes, das auch noch Geschmack hatte, habe ich nur in
einer Sauce finden können. Es wurden auch Käse, Wurst und Fleischprodukte
angeboten, die sehr lecker waren und einen Suchtfaktor hatten. Nachdem meine
Freunde oder ich eine Probe in den Mund nahmen, haben die Händler oft eine
scharfe Reaktion erwartet aber die ist leider bei uns ausgeblieben.
Eine Anziehungskraft hatte allerdings der Stand von Massimo Biagi aus Pisa der ca. 150 Chilisorten und
einen Tisch mit Bohnen ausgestellt hatte. Die Chilis
und die Bohnen lagen auf getrennten Tischen in Schalen. Teilweise mit Angaben
des Herkunftslands. Der Preis je Chili war ein Euro. Schnell kam ich mit Herrn
Bagio ins Gespräch, er auf italienisch, ich auf deutsch. Insgesamt kein
aufschlussreiches Gespräch.
Meinen Respekt bekam er, als er einen Löffel unserer selbst
gemachten Sauce probierte. Kein schnelles Atmen kein Zucken einfach nur gut
drauf und die Anerkennung an die Köchin mit dem Wort, Komplimente. Gleich
mussten auch einige seiner Freunde probieren, die allesamt begeistert waren und
ihr Essen mit unserer Sauce an diesem Abend verschärften. Ein scharfes Erlebnis
hatte Simone vom Schoko Stand die anscheinend das erste Mal eine so scharfe
Sauce probiert hatte. Die Saucen in Italien kommen meiner Meinung nicht über
Schärfe
Ein anderes Erlebnis mit unserer Sauce hatten wir in einem
kleinen Restaurant. Wie bei uns in asiatischen Restaurants wo eine salzig
scharfe Sambal Sauce auf den Tischen steht, wurde in diesem italienischen
Restaurant eine selbst hergestellte Sauce auf den Tischen gestellt. Nachdem wir
diese auch probiert hatten und uns einig waren, nicht scharf, salzig und kein
Geschmack, haben wir unsere eigene Sauce benutzt, die wir immer dabei hatten. In
dem Glas vom Restaurant war nur noch ca. 1/4 drin. Wir hatten reichlich Sauce
mit dabei.
Auf dem Peperoncino Festival wurde unterdessen weiter gefeiert, einige Spielmannszüge überzeugten mit ihren selbst gebauten Instrumenten und der Musik, die sie damit machten. Andere Gruppen zeigten ihre schönsten Kostüme und verbreiteten so eine tolle Stimmung.
Als Eisfan konnte ich in jeder Eisdiele Eis mit Peperoncini
essen, es war teilweise wirklich lecker.
Andere Geschäfte waren auch auf das scharfe Fest
eingestellt. Ein Juwelier hatte sogar Schmuck mit Peperonzini hergestellt. Ein
Dessousgeschäft nahm die Gelegenheit war, die Wäsche noch schärfer zu dekorieren.
Einige Stände verkauften auch Chilis in Töpfen. Ich war überrascht wie schnell das Italienische Publikum die Pflanzen kaufte. Denn Ausländer wie wir, konnte ich nur wenige ausmachen. Bei den Chilipflanzen waren es fast alles C.annuum aber auch einige wenige C.chinense. Früchte haben wir auch einige C. baccatum gesehen. Jedoch keine C baccatum und keine C.pubescens Pflanze. An einem Stand lagen auch zwei mickrige Rocotos.
Überall saßen ältere Leute und fädelten die Chilis auf
einem Faden auf. Diese konnten die Besucher dann gleich kaufen. Es waren auch
einige wenige mit C.chinense aufgefädelt. Davon hat Kuni zwei gekauft und
ich eine. Natürlich sind Kunis schon zu einer Sauce verarbeitet. Meine habe ich
gekauft, um an den Samen zu kommen.
Ein Stand hatte auch Chiliöl, Trüffelöl. Trüffelmus in
Olivenöl und frische schwarze Trüffel.
Eine Sauce, die wir probiert und am Anfang auch erwähnt hatten, war uns durch einen besonders guten Geschmack aufgefallen. Nicht salzig wie die anderen, keine Kerne, nur das saubere Chilimark. Von dieser Sauce haben wir auch am letzten Tag unserer Reise 100 Gläser für unseren Hot Shop eingekauft, der Anfang November eröffnet erden soll. Ideal für Nudelgerichte, die eine angenehme Schärfe bekommen sollen. Es hat Spaß gemacht mit dem Verkäufer ein Geschäft abzuschließen. Eine Freundin von uns hatten wir ein Gläschen zum Probieren abgegeben. Zwei Tage später kam die Nachfrage, ob es auch größere Gläser zu kaufen gäbe. Vielleicht später, 98 Gläser sind noch da.
Besuch im Chili Museum, Museo del Peperoncino Das Museum liegt etwa 12 km von Diamante entfernt, sehr
leicht zu finden oben auf einer Bergspitze.
Kurz vor unserem Ziel war ein Hang mit hunderten
Kaktusfeigen zu sehen. Schmale Gassen führten uns in das kleine Museum neben der
Kirche. Wir waren erstaunt, dass hier oben auf einem Bergspitze doch so eine
nette Sammlung von Chilis und Chiliprodukten zusammen getragen wurde. Es waren
getrocknete Früchte, Bilder, Drucke, Saucen, Salsas und Landkarten, auf denen
wir sehen konnten, wie sich die Chilis in der Welt verbreitet hatten. Wir
empfehlen unbedingt einen Besuch, wenn ihr in der Gegend seit, es lohnt sich.
Auf der Rückfahrt von Diamante nach Neapel durch die Berge
hatten einige Händler am Straßenrand riesige Pilze und Beeren aus den
Bergen zum Kauf angeboten. Ich hätte gerne einige von den Pilzen mitgenommen
aber ein Blick auf unsere Koffer, Taschen und Tüten haben mich dann zur Vernunft
veranlasst. Insgesamt hatte ich über 200 Gläschen und Fläschchen zu schleppen.
Am Ende waren wir alle sehr zufrieden.
Unsere nächste Fahrt ist nach Amerika Albuquerque im März
2006 geplant und gebucht.
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